
Der Anfang
Ein alter Bauernhof in Ebersol
Alles beginnt mit dem deutschen Schauspieler und Regisseur Hans Gerd Kübel und seinem Partner Martin Klöti. 1976 erfüllen sie sich einen Traum: Im Toggenburg kaufen sie einen rund 300 Jahre alten Bauernhof in Ebersol. Die beiden Stadtflüchtlinge renovieren das baufällige Haus.
Zunächst verkaufen sie hofeigene Eier, handgepflücktes Bioheu und Angus-Rind aus eigener Zucht. Das eigene Quellwasser und das Holz aus dem hofeigenen Wald bringen sie auf eine neue Idee: eine Forellenzucht mit eigener Räucherei.
Doch Kübel denkt grösser. Nicht irgendein Fisch soll in Ebersol veredelt werden, sondern der «König der Fische», der Lachs. Nur: Woher nimmt man das Wissen um das Räucherhandwerk?

Das Rezept
Eine Begegnung in Berlin
1977 lernt Kübel während eines Gastspiels in Berlin Israel Kaplan kennen. Kaplan stammt aus Riga. Er beherrscht die traditionelle Lachsräucherei, wie sie in seiner Familie seit Generationen weitergegeben wird.
Für BALIK wird diese Begegnung zum Wendepunkt. Die beiden verstehen sich auf Anhieb und teilen bald eine Vision: Kaplans Familientradition soll in Ebersol weiterleben. Kaplan weiht Kübel in die Rezeptur und alle Handgriffe ein. So findet eine mehr als hundertjährige Tradition ihren Weg ins Toggenburg.

Die Gründung
Das beste Stück vom Fisch
1978 wird BALIK gegründet. Der Name ist Programm: «Balyk» steht im Russischen sinngemäss für das beste Stück vom Fisch. Das Logo greift diesen Anspruch auf: Der Fisch mit Krone und Zepter verkörpert den «König der Fische».
Der Kreis der Kennerinnen und Kenner wächst stetig. 1985 belebt BALIK eine fast vergessene Spezialität neu: das Fillet Tsar Nikolaj. Für diese Spezialität wird das behutsam geräucherte Rückenfilet von der Silberhaut befreit und in Medaillons geschnitten.

Genuss und Kunst
Zwei Persönlichkeiten, eine Leidenschaft
1984 lernt Kübel Peter G. Rebeiz kennen, Unternehmer und Gründer von Caviar House. Beide verbindet die Liebe zu Kunst, Kultur und aussergewöhnlicher Kulinarik.
1989 trennen sich die Wege von Hans Gerd Kübel und Martin Klöti. Nach 13 Jahren verlässt Klöti die BALIK Farm und wendet sich später der Politik zu. 1993 übernimmt Peter G. Rebeiz BALIK und entwickelt das Unternehmen weiter.
Kübel schmiedet derweil neue Pläne: Mitten im elsässischen Riquewihr kauft er eine Liegenschaft. Dort will er BALIK-Spezialitäten, einen Biergarten und kulturelle Veranstaltungen unter einem Dach vereinen. Doch 1994 stirbt Hans Gerd Kübel, viel zu früh. Sein Projekt im Elsass kann er nicht mehr vollenden.
Die Verbindung von Kultur und Genuss bleibt: 1996 entsteht auf der Farm ein eigenes Tonstudio, ein Ort, an dem sich Musik und Genuss bis heute begegnen.

Heute
Die Kunst des Veredelns
Seit 2025 ist BALIK wieder eigenständig und schreibt seine Geschichte in Ebersol weiter. Die seit Generationen überlieferte Familienrezeptur von Israel Kaplan ist bis heute die Grundlage des BALIK Lachses.
Die Art, wie BALIK Lachs veredelt, bringt die Qualität des Fisches noch deutlicher hervor. Nichts lässt sich dabei verbergen. Deshalb kommt nur das beste Ausgangsprodukt infrage: norwegischer Zuchtlachs aus artgerechter und nachhaltiger Haltung.
Wasser aus der eigenen Quelle, ausgewähltes Salz und der Rauch von regionalem Holz prägen seinen Geschmack. Welches Holz es ist, bleibt ein gut gehütetes Geheimnis. Vom Wässern und Salzen bis zum Räuchern und Tranchieren wird jeder Schritt auf der BALIK Farm von Hand ausgeführt.
Wie wir veredelnWeit und breit kein Meer in Sicht. Und doch ist in Ebersol der König der Fische zu Hause.
Tsar Nikolaj entdecken Handwerk & Qualität














